Was sind alternative Suchsysteme (Google Alternativen)?

92,46% der weltweiten Suchanfragen werden laut Statcounter (vgl. http://gs.statcounter.com/search-engine-market-share, zuletzt abgerufen im März 2019) über Google durchgeführt. Auch wenn der Statistikdienst nur einen Ausschnitt erfassen kann, darf man Google als die weltweit meist genutzte Suchmaschine bezeichnen. Wobei sich damit schon die Frage stellt, was eigentlich als Suchmaschine gilt. YouTube? Facebook? Und welche Alternativen gibt es?

Bei genauerem Hinsehen wird schnell klar, dass es eine ganze Reihe so genannter alternativer Suchsysteme gibt, die als Alternative zu Google relevant und im Einzelfall vielleicht sogar besser und damit vorzugswürdig sind.

Was sind alternative Suchsysteme?

Suchmaschinen-Alternativen

Zum einen gibt es zahlreiche Suchmaschinen im engeren Sinn, die als Alternative zu Google in Frage kommen (siehe welche Suchmaschinen gibt es?). Diese alternativen Suchmaschinen unterscheiden sich beispielsweise beim Datenschutz, ökologischer Nachhaltigkeit etc.
So werben beispielsweise Startpage.com, Qwuant.com und DuckDuckGo.com mit Slogans wie „Die diskreteste Suchmaschine der Welt.“, „Die Suchmaschine, die Ihre Privatsphäre respektiert.“ und „Die Suchmaschine, die Sie nicht verfolgt.“ und treffen damit auch etwas den Geist der Zeit.
Ecosia.org geht dabei noch weiter. Diese Suchmaschine will nicht nur datenschutzfreundlich, sondern auch umweltfreundlich sein. Sämtliche Gewinne werden dazu verwendet, um neue Bäume zu pflanzen. So pflanzte das Unternehmen bis Ende April 2019 immerhin über 55,5 Millionen Bäume (!) und trägt damit aktiv zum Klimaschutz bei.

Verticals

Zum anderen gibt es themen- und branchenspezifische Suchsysteme, so genannte Verticals – vgl. Spezialsuchmaschinen. Das sind alternative Suchsysteme wie beispielsweise Jameda für die Arztsuche, Check24 oder Idealo und Co. für Preisvergleiche, YouTube für Videos oder Amazon für Produktsuchen aller Art.
Im Kern sind das auch Suchsysteme, da deren Suchfunktion zentrale Bedürfnisse erfüllt. Nur nimmt man diese meist themenbezogenen Suchsysteme häufig im Alltag nicht als Suchmaschinen im engeren Sinne wahr.
Auch Statcounter berücksichtigt diese Dienste nicht in eingangs erwähnter Statistik. Dann sähe das Verhältnis nämlich ganz anders aus. Daher kann man schon erahnen welche Relevanz diese vertikalen Suchmaschinen mittlerweile innehaben, schließlich lässt sich die Liste locker erweitern durch Flugsuche, Urlaubsvergleich, Hotelbewertungen usw.

Sprach-Suchsysteme

Ein weiterer aktueller Trend sind Sprachsuchsysteme und digitale Assistenten. Vor allem Siri von Apple und Alexa von Amazon sind im Moment in aller Munde. Weitere Beispiele wären Google Assistant von Google und Cortana von Microsoft: gesteuert rein anhand von Sprachbefehlen, führen diese Systeme Suchanfragen aus oder erledigen sogar Aufgaben.
Letztlich erfüllen diese Sprachassistenten damit die so genannten Gatekeeper-Funktionen, die typische für Suchsysteme sind, weshalb man auch diese Sprach-Suchsysteme als alternative Suchsysteme begreifen kann.
Mit Amazon Echo, Google Home oder HomePod kommen diese Sprach-Suchsysteme auch in Haushalte und in mobile Geräte sowieso – häufig sogar automatisch aktiviert.

3 Gründe für alternative Suchsysteme

1 .Alternative Suchsysteme können mehr

„Siri schalte das Licht in der Küche aus!“ oder „Alexa spiele die Playlist Jazz.“ kommen den meisten Konsumenten vorerst nur aus Fernsehwerbungen bekannt vor. Ohne auch nur einen Finger zu bewegen, können Informationen über das Wetter erfragt oder Musik abgespielt, Lampen aus- und eingeschaltet und sogar Produkte bestellt werden. Damit werden sogenannte Smart Homes möglich und die Beliebtheit dieser Assistenten nimmt stetig zu. Laut Statista (vgl. https://de.statista.com/prognosen/984116/umfrage-in-deutschland-zu-geraeten-die-man-ueber-virtuelle-assistenten-steuert, zuletzt abgerufen im März 2019) verwenden bereits 63% der Haushalte in Deutschland intelligente Lichter und immerhin 38% Smart Speaker.
Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, dass alternative Suchsysteme mehr oder andere Lösungen bieten, die vorteilhaft für dne Nutzer sein können.

2. Unabhängigkeit von Google

Google’s Suchmaschine ist ein kommerzielles Angebot eines amerikanischen Aktienkonzerns. Das vergisst man zuweilen. Je mehr man Google nutzt und den zahlreichen Diensten von Google (Android Betriebssystem, Chrome Browser, YouTube Videoplattform, Analytics Webseitenstatistik, Google Mail, Google Calender, Google Docs, usw.) seine Daten anvertraut, ist von deren Bestehen und Funktionen abhängig. Es gibt auch Suchmaschinen, die keine persönlichen Daten speichern.
Das mag bequem sein, birgt aber zahlreiche Risiken von Datenmissbrauch bis System-Ausfall.

3. Google-Alternativen sind besser

Auch wenn Google den größten Marktanteil hat, heißt das noch längst nicht, dass es auch die besten Suchergebnisse liefert. Stiftung Warentest hat hierfür aktuell verschiedene Alternativen getestet und ist zu einem interessanten Ergebnis gekommen. Testsieger und damit noch vor Google ist die Suchmaschine StartPage, die vor allem mit Sicherheit/ Datenschutz und der Suchqualität punkten kann. Drittplatziert ist in diesem Test die daten- und umweltfreundliche Alternative Ecosia.org.
Dennoch gibt es häufig auch bessere Alternativen zu klassischen Suchmaschinen wie Google. Auch wenn Amazon noch etwas versteckt einen Preisvergleich selbst prominent anbietet, bieten alternative Suchsysteme wie Idealo, Check24, Verivox und Co. deutlich umfangreichere Informationen, Filter und ggf. auch bessere Preise.

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